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Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen e.V.

Kreis Gießen | Ein Gütesiegel für den Mittelstand

Übergabe der Auditierungsurkunde an den Kreis Gießen
Haben gut lachen: Landrätin Anita Schneider, eingerahmt von (v. l.) Thomas Knoblauch (Fachdienstleiter Personal- und Organisationsentwicklung), Dr. Frank Wendzinski, Geschäftsfeld Standortpolitik bei der IHK Gießen-Friedberg), Herbert Wüster (Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Mittelstandorientierte Kommunalverwaltung) und Björn Hendrischke (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gießen).(Foto: con)

An vielen Arbeitsplätzen in der Kreisverwaltung bestehen Berührungspunkte mit Unternehmen aus der Wirtschaft. In der Verwaltung werden Entscheidungen getroffen, die sowohl mittelbar als auch unmittelbar Auswirkungen auf die Unternehmen haben. Deshalb wurde hier vor rund drei Jahren der Entschluss gefasst, diese Beziehungen zu unterstützen und zu fördern: Dafür erhielt der Landkreis Gießen am Dienstag als zweite hessische Kommunalverwaltung nach dem Vogelsbergkreis das RAL-Gütezeichen »Mittelstandorientierte Kommunalverwaltung«.

14 Serviceversprechen=

Mit dem Erhalt des RAL-Gütesiegels signalisiert der Landkreis Gießen, dass Unternehmen nicht nur willkommen sind, sondern auch, dass ihre Anliegen schnell und qualifiziert bearbeitet werden. Dafür legt sich die Kommunalverwaltung selbst 14 Serviceversprechen rund um Transparenz, Planungssicherheit und Kundenorientierung auf. Dazu gehören unter anderem eine maximal 40-tägige Bearbeitungszeit für gewerbliche Bauvorhaben, schnelle und verlässliche Reaktionen auf Beschwerden innerhalb von drei Tagen, zeitnahe Informationen zu den laufenden Verfahren und eine Begleichung offener Rechnungen innerhalb von zwei Wochen. Dadurch soll die Planungssicherheit und damit die Attraktivität des Landkreises gerade für mittelständige Unternehmen erhöht werden.

Seit 2014 hat sich die Kreisverwaltung das Ziel gesetzt, das Gütezeichen zu erhalten. Dafür war viel Arbeit nötig: »Wir mussten einige zusätzliche Aufgaben bewältigen – aber vieles war auch vorher so realisiert«, erklärte Landrätin Anita Schneider: »Das funktionierte nur durch die Hilfe aller Mitarbeiter.« Eigentlich war es vorgesehen, das Zeichen bereits im vergangenen Jahr zu erhalten, aber die Bewältigung des Flüchtlingszuzugs band damals zu viele Kräfte in der Verwaltung.

3,6 Millionen mittelständige Unternehmen gibt es in Deutschland. Diese beschäftigen 70 Prozent der sozialversicherten Arbeitnehmer. »Sie sind das Herzstück der deutschen Wirtschaft – es gilt also, die Situation dieser Unternehmen zu verbessern«, erklärt Herbert Wüster, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Mittelstandorientierte Kommunalverwaltung, die das Siegel verleiht: »Das Siegel dient als gute Orientierung für eben jene Unternehmen.« Und die Verleihung ist natürlich keine einmalige Sache: Um das Siegel zu behalten, muss die Kommunalverwaltung alle zwei Jahre die Einhaltung der Versprechen durch den TÜV-Nord-Cert überprüfen lassen. »In zwei Jahren können wir uns dann messen lassen«, sagte Landrätin Schneider.

Sie sprach deshalb von einer »Win-win-Situation«: Sowohl die Unternehmen als auch die Kommunalverwaltung zögen einen Nutzen aus dem angebotenen Service. »Zufriedene Unternehmer sind die beste Werbung für einen Wirtschaftsstandort«, sagt auch der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gießen, Björn Hendrischke, über die Verleihung.

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